Im Weltall übernachten und auf die Erde blicken

Innert der nächtsten Jahre könnte das erste Hotel im Weltall eröffnen. Auf der Flugzeug- und Raumfahrtmesse MAKS (zuvor Ende August nahe Moskau) könnte dies ein Thema sein. «Wahrscheinlich werden die Russen die ersten Anbieter sein;» so dachten wir noch vor dem Krieg. Jedenfalls starten und landen ihre Sojus Raumfähren zuverlässig. Aber auch steckt viel Wissen der russischen Mitarbeitenden in der Weltraumstation ISS. Amerikaner, Chinesen und Russen reissen sich um das prestigereiche Projekt.

Der Transfer ins All dürfte USD 300’000.- kosten, eine Übernachtung USD 35’000.-. Das Hotel würde für sechs bis acht Gäste ausgelegt. Es soll 20 Kubikmeter gross werden. Sollte es dann soweit kommen, darf man gespannt sein, wie die Betreuung im Hotel aussehen wird. Jedenfalls sind die ständigen Umkreisungen um die Erde und die Aussicht aus dem Weltraum darauf umwerfend-kühn und unvergesslich.

Die ganze Abfolge dieser exotischen Reise soll ein Roboter namens Fedor, ausgestattet mit künstlischer Intelligenz, bewältigen. An diesem Projekt wird fleissig geforscht. Doch obwaltet dabei betächtliche Geheimniskrämerei. Wahrscheinlich wird es letzendendes doch «nur» eine internationale Kooperation schaffen, regelmässig Touristen ins All zu entsenden. Wie weit die fraglichen Hotels auf dem Mond realisierbar sind ist ebenfalls unklar. Bis anhin konnten dort noch keine festen Installationen errichtet werden. Hier betreiben aktuell die Chinesendie meiste Forschung.

Bereits ein bisschen Atmosphäre kann allerdings bei einem Kosmonautentraining der Sternenstadt nahe Moskau geschnuppert werden.

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